Über mich

Hallo, an alle, die sich für meinen Blog interessieren! Schön, dass es euch gibt!

Immer wieder werde ich gefragt, wer noch alles hinter Miss Jones steckt? Tatsächlich betreibe ich diesen Blog ganz alleine. Okay zugegeben mein Papa hilft mir bei der Technik und kein Artikel geht hier raus ohne das vertrauensvolle Urteil meiner Mama. Aber wer steckt eigentlich hinter Miss Jones?

Eine Frau mit braunen Locken steht vor dem Holstentor. Sie trägt eine Jeansfarbene Jacke und zieht sich die Kapuze ins Gesicht, denn es regnet.

Ich mache viele Ausflüge, um die Geschichte der Menschheit mit euch zusammen zu begreifen, und sich an ihr zu erfreuen, wie hier 2021 in Lübeck.

Mein Name ist Geesche Wilts, ich bin 36 Jahre alt und ich komme aus Hamburg. Ich habe sowohl an der Universität Hamburg, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und in Wien Ur- und Frühgeschichte studiert. Nach dem Bachelor in Hamburg war ich einige Zeit unterwegs. Auf Reisen und auf Ausgrabungen, habe den Master Ur- und frühgeschichtliche Archäologie in Wien begonnen – aber dann mein Heimweh einfach nicht mehr ertragen (Lese hier mehr dazu). Ich bin zurück nach Hamburg und habe dort schließlich meine Masterprüfung abgelegt. Nebenbei habe ich diesen Blog aufgebaut. Ich hoffe irgendwann hauptberuflich über Archäologie zu berichten.

Miss Jones vor dem Bamberger Rathaus

Ich nehme euch mit zu den schönsten Orten – wie hier nach Bamberg.

Im Grunde bin ich immer auf der permanenten Suche nach kleinen und großen Wundern der Menschheitsgeschichte. Dabei bin ich ausgestattet mit einem besonderen Talent für Situationen. Es erstaunt mich nicht mehr, wenn ich morgens losgehe, um Brötchen zu holen und nur wenig später in einer Grube voller Schlangen sitze – obwohl es wegen dieses Talentes nicht mehr nötig ist, mein Schicksal herauszufordern, habe ich den großen Traum, die Welt zu bereisen und mir die Spuren vergangener Zeiten mit eigenen Augen anzusehen. Stillsitzen kann ich nur mit einem Buch oder einem Zeichenblog in der Hand. Meine Interessen sind vielfältig. Ich liebe es diese Welt zu entdecken und zu erkunden und freue mich sehr darüber, wenn du mich auf diesem Weg begleitest.

Warum hast du deinen Blog Miss Jones genannt?

Der Name geht auf einen Wanderausflug zurück. Damals hing ich, dank meines einzigartigen Talentes, tatsächlich und sehr unvorhergesehen von einer Klippe herab. Eigentlich wollte ich nur ein Pfefferminzblatt pflücken und hatte einfach nicht damit gerechnet, dass es sich um ein tragendes Pfefferminzblatt handelte. Der Berg, in den

Miss Jones Mit Indiana Jones Hut vor den Ruinen von Knossos

Ja – ich weiß – quatschiges Poserbild… Aber ich darf das auch mal 😉

Abruzzen, auf dem ich mit Freunden an diesem Tag wanderte, brach unter mir einfach weg. Ich konnte mich gerade eben noch an einer Baumwurzel festhalten. Als ich es schaffte wieder hochzuklettern und meine Freund*innen erleichtert waren, frage mich einer von ihnen “Are you somehow related to Indiana Jones?”.

Wer bist du, wenn du nicht Miss Jones bist?

Tatsächlich gibt es manchmal ganze Monate, in denen nichts anders im Kopf habe als Archäologie. Aber, wenn ich mal etwas anderes mache, dann bin ich Punk – so eine richtige linke Zecke – und stolz drauf. Auch wenn dieser Blog sich fast nie mit diesem Teil meines Lebens auseinandersetz, ist es wichtig dies zu erwähnen. Ganz einfach, damit ihr meine Texte richtig einordnen könnt. Ich stehe zu meinen Idealen und Ideen

und das heißt hier vor allem: Beleidigende, sexistische, rassistische, antisemitische und andere grenzwertige Kommentare werden auf diesem Blog unkommentiert gelöscht. Dies gilt auch für Kommentare zum Thema Rechtschreibung, oder merkwürdige Ausprägungen von Germanenerbe-Esokram und alle möglichen Ausprägungen von rechtsradikalem Ideologiemist.

Und was machst du so politisches?

Politisch gesehen habe ich meinen eigenen Kopf. Das heißt: Ich habe eine Lebensphilosophie, welche sich in der Hauptsache auf Gleichberechtigung bezieht und die Idee davon, dass jeder Mensch auf diesem Planeten, einen räumlichen wie einen sozialen Platz, an dem er*sie sich wohlfühlt, verdient hat. Jeder Mensch sollte sein drüfen wie er*sie ist. In dieser Hinsicht bin ich absolut intolerant gegenüber menschenfeindlichen Ideen und der Meinung, wir sollten alle viel intoleranter gegenüber der Intoleranz werden. Zudem brauchen alle Lebewesen einen gesunden Planeten, um gut leben zu können. Deswegen braucht auch die Umwelt ebenso einen Platz, wo sie sich wohlfühlt und wir müssen gut auf sie aufpassen – sehr viel besser als es derzeit passiert. Von daher gilt mein Einsatz dem Schaffen von Freiräumen, dem

Eine Frau sitzt auf deinem ungedeckten Dach und schnurrt es mit Bast an den Pfosten fest.

Ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen, dass es ganz schön Abenteuerlich ist, so ein Dach 1:1 Nachzubauen – Und ich gefalle mir auch in der Rolle des Handwerkers (Das Foto ist im Steinzeitpark Dithmarschen entstanden). … moment mal müsste es nicht Handwerkerin heißen?

Erproben von alternativen Wirtschaftsweisen, dem Erproben von Formen des kollektiven und solidarischen Zusammenlebens, der Anerkennung von Wohnraum als ein Grundrecht, das jedem Menschen zusteht und für den Einsatz regenerativer Energien. Ich bin für Empathie und gegen Mobbing, unterstütze Refugees, besetze Häuser, oder notfalls auch Bäume und stelle mich Nazis in den Weg – wobei manchmal setze ich mich ihnen auch in den Weg. Und es war mir auch schon mehr als einmal egal, wenn ich dabei verhaftet wurde – denn ich stehe 100% hinter dem, was ich tue.

Und das ganze gilt auch Privat bei mir

Ich bin selber Queer und kämpfe also für meine und die Rechte anderer – Menschenrechte sind für mich genauso wenig verhandelbar, wie das Gendersternchen. Queer, das heißt, ich hatte schon Beziehungen mit Menschen, die nicht in klassische Geschlechtsdefinitionen passen und passe auch selbst nicht unbedingt in eine. Das heißt, Leute die das * angreifen, greifen je nach Formulierung und Argument dierekt mich, oder Menschen die ich Liebe, an. Das mag ich nicht. Lustig finde ich dann die Menschen, die Behaupten, wir würden garnicht existieren – weil –  warum pöbelt ihr uns

Drei Personen stehen fpr einer Beamerwand suf der Zahlreiche Archäologische Organisationen ihre Kürzel hinterlassen haben. Es handelt sich um Patricia Arlt, Geesche Wilts und ilian Finkeldey.

Politik kann übrigends auch Fachpolitik heißen. So habe ich mit Patricia Arlt und Ilian Finkeldey, die hier links und rechs von mir stehen die AG Wege in den Beruf gegründet – ganz einfach weil viele Archäologiestudierende echt angstvoll in die Zukunft blicken, weil es nicht leicht ist in der Archäologie beruflich Fuss zu fassen.

dann an? Wir sind ja garnicht da! Ich habe diesen Blog ua. Deswegen zu schreiben begonnen, damit es einen Ort gibt, an dem die Menschheitsgeschichte aller Menschen erzählt wird und nicht nur die der Männer und Frauen, oder nur die der Männer – oder noch schlimmer, nur die der weisen Männer. Mir geht es aufgrund meiner politischen Einstellung und meiner persönlichen Lebensgeschichte bei Miss Jones also um Diversität und Augenhöhe.

Von meinem zweitleben, findet ihr bei Miss Jones kaum etwas

Als Aktivistin habe ich mich schon für verschiedenste Dinge engagiert und absolut verrückte Aktionen gemacht. Auch das hat mir schon so einige Abenteuer beschert. Darüber zu berichte ich allerdings nicht – ausser in Ausnahmefällen. Wenn du dir jetzt etwas davon ansehen willst, dann empfehle ich dir meinen Artikel über Lampedusa zu lesen – oder aber die Doku Pizzabrot statt Wohungsnot anzusehen. Die handelt von einem besetzten Haus in Wien, in dem ich gelebt habe. Die Pizzeria Anarchia – ich vermisse diesen Ort jeden Tag meines Lebens, weil es mein Zuhause war. Im Abspann der Doku ist es auch meine Stimme, die ihr deswegen hört. Und ja, ich wurde dort auch (malwieder) festgenommen – um so kurioser finde ich es, wenn Leute mich im Internet als “Staatstreuen Systemling” bezeichnen. oder behaupten, meine Art zu schreiben sei Zitat: “Linientreu der Regierung gegenüber” – Ja solche Nachrichten bekomme ich wircklich.

Und wie finanziert sich Miss Jones?

Miss Jones wird komplett von mir selber finanziert. Man kann mir hier über Paypal eine Spende schicken – im Monat kommen da so 40 € herum – damit sind die Unkosten aber noch lange nicht drin. Manchmal bekomme ich Fahrtkosten zu einer Veranstaltung bezahlt, in anderen Fällen laden mich Museen ein. Gelegentlich nimmt mich auch jemand aus meinem Umfeld mit in den Urlaub und bucht mich quasi als archäologische

10 Menschen schauen auf eine sehr dreckiege Frau, die ine eiem Erdloch steht und ihnen etwas erklärt.

Früher bin ich auch zwischen verschiedenen Ausgrabungen umhergereist, aber das geht aus verschiedenen Gründen nicht mehr (Das Bild wurde bei Pfahlbauten.at veröffentlicht, ich habe mich in diesem Falle einfach bedient, da ich selber auf dem Bild zu sehen bin).

Reisebegleitung zu interessanten Stätten. Alle weiteren Kosten trage ich komplett selber. Deswegen gehe ich jobben, in Nebenjobs mit denen ich ich so gerade über Wasser halte – denn bislang musste ich für jeden Artikel in diesem Blog draufzahlen. Falls du jetzt denkst, dass du mich gerne zu deiner Archäologieveranstaltung oder in dein Museum einladen möchtest, dann werfe doch einen Blick auf die Hinweise für die Veranstalter*innen archäologischer Fachevents, oder schreib mir eine Mail über das Kontaktformular oder an miss-jones(at)miss-jones.de. Ich freue mich darauf.

Bei einer Kooperation mit dem Museum Schöniger Speere durfte ich bis an die Abbruchkannte eines ehemaliegen Braunkohlestagebaus gehen – ich bin also für viele Abendteuer zu haben ;).

Und wenn sich das nicht rentiert, warum machst du das dann?

Ganz einfach, weil es mir unglaublichen Spaß bringt! Miss Jones ist meine Leidenschaft. Und ich kann die Hoffnung nicht aufgeben, irgendwann mein Leben mit einer Tätigkeit als Archäologieautorin oder ähnliches zu finanzieren. Ich halte hier an meinem Traum fest. Und gleichzeitig lerne ich selbst bei jedem Artikel etwas Neues. Das mag ich. Eines meiner größten Vorbilder ist Emma Goldman, die mit “Mother Earth” eine eigene Zeitschrift gründete – so wie ich diesen Blog. Ihr ging es darum notwendiges Wissen an Frauen zu vermitteln, das damals nicht frei zur Verfügung stand. Mir geht es darum ganz generell die Freude an Bildung und Wissenschaft zu vermitteln. Der Gedanke dahinter: Je geblideter die Gesellschaft, je Freier sind wir alle. Dass ich dafür über meine größten Leidenschaften und meine Abenteuer schreiben kann, ist für mich wie ein Geschenk – es macht mich glücklich. Ich bin froh und Dankbar, dass ich viele Dinge erleben und sehen darf.

Ich, wie ich Fotos von Ruinen mache

Hier klettere ich gerade z.B. in Lato auf einen Berg, um Fotos für euch zu machen. … Und sowas bringt mir echt Spaß!

Meine zweite Idee dazu ist: ich möchte für interkulturelle Akzeptanz eintreten, indem ich verschiedenste Kulturen betrachte. Du merkst: Das alles hier hat eine durchaus politische Motivation – ich bin einfach so. Am wichtigsten ist mir einer der vielen Bausteine zu sein, die es gegen Rassismus und Naziideologien braucht. Ich versuche deswegen nicht, wie eine Kolonialherrin, auf Menschengruppen herabzusehen, sondern allen Kulturen auf Augenhöhe zu begegnen. Die Idee dazu kam mir, als ich unter Tränen gesehen habe, wie der “IS” in Palmyra gewütet hat. Eine Organisation, die nur ihre eigenen Werte akzeptiert und alles andere zerstört. Ich will das Gegenteil. Und deswegen erkläre ich hier unermüdlich, wie unterschiedlich Gesellschaften, Lebensrealitäten und Kulturen sein können. Denn diese Vielfalt ist wertvoll und das Wissen darüber macht Gesellschaften resilient. Natürlich kann ich diese Vielfalt nur zeigen, wenn ich akkurat arbeite – Sollte ich also Fehler machen, schickt mir gerne eine bessere Literatur. Die, die ich verwendet habe steht immer am Artikelende, damit ihr ganz transparent nachvollziehen könnt, woher ich die Informationen nehme.

Aber – so viele Fehler mache ich nicht – ich bin in meinem Beruf nämlich gar nicht so schlecht wie man sieht 😉

Dieser Blog ist also meine Leidenschaft

Er ist mit Geld nicht bezahlbar. Der Weg, den ich gehe, ist immer wieder interessant, abenteuerlich und oftmals sehr lehrreich. Wenn du Lust hast mich auf diesem Weg zu begleiten, dann schau doch öfter mal rein! Ich nehme dich gerne mit auf meine Reisen durch Raum und Zeit.