Über mich

Hallo an alle die sich für meinen Blog interessieren! Schön, das es euch gibt!

Immer wieder werde ich gefragt, wer noch alles hinter Miss Jones steckt!? Tatsächlich betreibe ich diesen Blog ganz alleine. Okay zugegeben mein Papa hilft mir bei der Technik und kein Artikel geht hier raus ohne das vertrauensvolle Urteil meiner Mama. Aber wer steckt eigentlich hinter Miss Jones?

Mein Name ist Geesche Wilts, ich bin 31 Jahre alt und ich komme aus Hamburg. Ich habe sowohl an der Universität Hamburg, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und in Wien Ur- und Frühgeschichte studiert. Nach dem Bachelor war ich einige Zeit unterwegs. Auf Reisen und auf Ausgrabungen. Im Moment mache ich meinen Masterabschluss an der Universität Hamburg.

Aber im Grunde bin ich auf Reisen wie in der Uni, auf der permanenten Suche nach kleinen und großen Wundern der Menschheitsgeschichte. Dabei bin ich ausgestattet mit einem besonderen Talent für Situationen. Es wundert mich in meinem Leben nicht mehr, wenn ich morgens los gehe um Brötchen zu hohlen und nur wenig später in einer Grube voller Schlangen sitze. Und obwohl es wegen diesem Talent nicht mehr nötig ist mein Schicksal herauszufordern, habe ich den großen Traum die Welt zu bereisen und mir die Spuren vergangener Zeiten mit eigenen Augen anzusehen. Ich freue mich sehr darüber, wenn du mich auf diesem Weg begleitest.

Warum hast du deinen Blog Miss Jones genannt?

Ursprünglich sollte dieser Blog „Zeitreise“ heißen. Aber dann hat mir jemand die Idee vor der Nase weg geschnappt. Anarchaeologie.de schnappte mir ebenfalls eine Idee vor der Nase weg, Mittlerweile pflege ich zu diesem Team allerdings eine tief empfundene Freundschaft. Zunächst war ich etwas demotiviert. In dieser Zeit fuhr ich auf einen Campingausflug mit ein paar Freund*innen. Auf diesem Ausflug hing ich, dank meines einzigartigen Talentes, tatsächlich und sehr unvorhergesehen von einer Klippe herab. Eigentlich wollte ich nur ein Pfefferminzblatt pflücken und hatte einfach nicht damit gerechnet, dass es sich um ein tragendes Pfefferminzblatt handelte. Der Berg, in den Abruzzen, auf dem wir an diesem Tag wanderten brach unter mir einfach weg. Ich konnte mich gerade eben noch an einer Baumwurzel festhalten. Als ich es schaffte wieder hoch zu klettern und meine Freund*innen erleichtert waren, frage mich einer von ihnen „Are you somehow related to Indiana Jones?!“. Erst mussten wir alle sehr lachen. Aber es war dieser Moment, in dem das Projekt seinen Namen fand.

Wir redeten die ganze Nacht von der Idee, eine weibliche Abenteurerin und Archäologin darzustellen, welche eine Identifikationsfigur für abenteuerlustige Mädchen sein könnte. Wir redeten über Partizipation, Mitbestimmung und Gleichberechtigung. Die Idee Archäologie für alle leicht verständlich, zu vermitteln. Die Idee dafür das Bild einer Abenteurerin zu nutzen war geboren.

Wer bist du wenn du nicht Miss Jones bist?

Tatsächlich gibt es manchmal ganze Monate, in denen nichts anders im Kopf habe als Archäologie. Aber wenn ich tatsächlich mal etwas anderes mache wird es schnell politisch. Auch wenn dieser Blog sich nur gelegentlich mit diesem Teil meines Lebens auseinandersetzen soll, ist es wichtig dies zu erwähnen. Gerade in geisteswissenschaftlichen Fächern wie der Archäologie passiert es viel zu schnell, dass man einer lang vergangenen Kultur seine eigenen inneren Diskurse aufzwingt, ohne es zu wollen. Ich freue mich deswegen auf hinweise dieser Art und auf interessante Diskussionen.
Beleidigende, sexistische, rassistische, antisemitische und andere grenzwertige Kommentare werden auf diesem Blog unkommentiert gelöscht. Dies gilt auch für Kommentare zum Thema Rechtschreibung, oder merkwürdige Ausprägungen von Germanenerbe-Esokram und alle möglichen Ausprägungen von rechtsradikalen Ideologiemist.

Und was machst du so politisches?

Politisch gesehen kann mich am ehesten vmtl. als Anarchistin bezeichnen. Im Grunde geht das aber nicht, weil ich einfach zu sehr meinen eigenen Kopf habe. Anders gesagt: Ich habe eine Lebensphilosophie, welche sich in der Hauptsache auf Gleichberechtigung bezieht und die Idee davon, dass jeder Mensch auf diesem Planeten, einen räumlichen wie einen sozialen Platz, an dem er*sie sich wohl fühlt, verdient hat. In dieser Hinsicht bin ich absolut intolerant gegenüber Menschenfeindlichen Ideen und der Meinung, wir sollten alle viel intoleranter gegenüber der Intoleranz werden. Zudem braucht der Mensch einen gesunden Planeten, wenn er gut leben möchte. Deswegen braucht auch die Umwelt ebenso einen Platz wo sie sich wohl fühlt und wir müssen gut auf sie aufpassen. Von daher gilt mein Einsatz dem schaffen von Freiräumen, dem erproben von alternativen Wirtschaftsweisen, dem erproben von Formen des kollektiven Zusammenlebens, der Anerkennung von Wohnraum als ein Grundrecht das jedem Menschen zusteht und für den Einsatz regenerativer Energie. Ich bin für Empathie und gegen Mobbing, besetze Häuser und stelle mich Nazis in den Weg.

So habe ich mich schon für verschiedenste Dinge engagiert. Meine Tätigkeiten als Aktivistin haben mir in meinem Leben ebenfalls schon so einige Abenteuer beschert. Darüber zu berichten fällt mir ungleich schwerer, da ich hierzu selbstverständlich immer das Einverständnis aller beteiligten Personen haben möchte. Wenn du dir jetzt etwas davon ansehen willst, dann empfehle ich dir meinen Artikel über Lampedusa zu lesen.

Und wie finanziert sich Miss Jones?

Miss Jones wird komplett von mir selber Finanziert. Machmal bekomme ich Fahrtkosten zu einer Veranstaltung bezahlt und kann mir auf diesem Wege dann etwas interessantes ansehen. In anderen fällen landen mich Museen ein. Manchmal laden mich auch Freunde ein und ich sehe mich in deren Stadt um und kann bei ihnen übernachten. Gelegentlich nimmt mich auch jemand aus meinem Umfeld mit in den Urlaub und bucht mich quasi als archäologische Reisebegleitung zu interessanten Stätten. Alle weiteren Kosten trage ich komplett selber. Deswegen nehme ich auch immer mal wieder Gelegenheitsjobs an, denn bislang musste ich für jeden Artikel in diesem Blog draufzahlen. Falls du jetzt denkst, dass du mich gerne zu deiner Archäologieveranstalltung oder in dein Museum einladen möchtest, dann werfe doch einen Blick auf die Hinweise für die Veranstalter*innen archäologischer Fachevents, oder schreib mir eine Mail über das Kontaktformular. Ich freue mich darauf.

Und wenn sich das nicht rentiert, warum machst du das dann!?

Ganz einfach, weil es mir unglaublichen Spaß bringt! Miss Jones ist meine Leidenschaft und wer weiß, vielleicht rentiert es sich ja auch irgendwann. Ich kann mir jedenfalls nichts schöneres vorstellen, als die nächsten 100 Jahre weiter zu schreiben und immer neue Gedanken zu finden, die Vergangenheit aus immer neuen Blickwinkeln zu sehen und immer neue Dinge zu lernen. Kleine und große Abenteuer machen für mich das Leben erst richtig schön. Das ich dann auch noch über meine größten Leidenschaften schreiben kann, ist für mich das allergrößte Geschenk.

Diese Abenteuer sind dabei für mich kein reiner Selbstzweck. Klar, sind meine Geschichten, von Auseinandersetzungen mit Skorpionen, oder dem Moment einer interessanten Entdeckung, aber auch die Merkmale einer faszinierenden Kultur unglaublich spannend. Ich bin froh und Dankbar, dass ich all diese Dinge erleben und sehen darf. Aber mir geht es dabei vor allem um eines: Ich möchte die Faszination für die Verschiedenartig von Kulturen wecken. Für interkulturelle Akzeptanz eintreten, indem ich verschiedenste Kulturen betrachte. Mein Blickwinkel ist dabei nicht wie der einer Kolonialherrin, auf Menschengruppen herab, sondern ich versuche diesen Kulturen auf Augenhöhe zu begegnen. Letztendlich ist diese Arbeit für mich ein Weg diese Welt ein Stück weit toleranter und friedlicher zu machen. Meiner Meinung nach brauchen wir diesen Zugang zu anderen Kulturen, gerade in Zeiten eines randalierenden „IS“, aber auch in Zeiten von aufkeimenden rechtsradikalen Ideen. Meine Idee ist, dass wir ein besseres Miteinander leben können, wenn wir beginnen uns füreinander zu interessieren uns zu faszinieren.

Dieses Ziel zu verfolgen, ist mit Geld nicht bezahlbar. Der Weg den ich dazu gehe, ist aber immer wieder interessant, abenteuerlich und oftmals sehr lehrreich. Wenn du Lust hast mich auf diesem Weg zu begleiten, dann schau doch öfter mal rein! Ich nehme dich gerne mit auf meine Reisen durch Raum und Zeit.