Eng bebaut!

Ausgrabungen im ältesten Stadtkernbereich in Haithabu zeigen, wie dicht diese Stadt bebaut war. Ein Netz von von Rechtwinklig angelegten Wegen durchzog die Stadt. Dadurch war sie wie ein Raster gegliedert, in dem die einzelnen Hausparzellen standen. Die Wege die dieses Raster unterteilt haben, wurden in verschiedensten Techniken errichtet, weil der Boden an einigen stelle sehr unterschiedlich ist. Sie orientierten sich an Bachläufen die die Stadt durchzogen. So verlaufen alle Wege Parallel oder Senkrecht zu diesen Bachläufen hin.

Eine Gasse in der Rekonstruktion im heutigen Wikingermuseum in Haithabu.

Zum Teil handelt es sich um Bohlen und Spaltbohnenwege. Da bei ihnen das Holz erhalten ist, konnten Dendrochronologische Analysen (Holzringanalysen) durchgeführt werden. Diese Analysen bestätigten, dass das Wegnetz von Haithabu ab 810 Errichtet wurde, damit geht es zurück auf die Baumaßnahmen, die vom Stadtherren aus Steuergeldern Finanziert wurden. Diese Maßnahme ist aus Schriftquellen überliefert. Die Gebäude und die Wege waren relativ klein angelegt. Die Gibelseiten der Häuser waren jeweils zu einem der breiteren Wege hin ausgerichtet. zwischen den Häusern verliefen schmalere Wege, diese waren eingeengt zwischen den Grundstücksgrenzen, die die Menschen oftmals mit Zäunen zusätzlich abgesteckt hatten.

Literatur:

Elsner, Hildegard, Wikinger Museum Haithabu: Schaufenster einer frühen Stadt. Neumünster 2004.

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