Das Bernische Historische Museum – Eine Zeitreise zu den Anfängen von Miss Jones

Vor ein paar Jahren, kam ich auf die Idee einen Blog über Archäologie zu schreiben. Es war weniger eine Idee, als mehr die Eingebung, dass mich nichts glücklicher machen würde, als mich jeden Tag auf diese Art mit der Geschichte und der Archäologie zu Beschäftigen. Dabei war ich in dieser Zeit, in der bislang schlimmsten Phase meines Lebens. Anderen wäre so eine Zeit vielleicht peinlich, aber mir nicht. Ich habe diese Situation allerdings auch nicht verursacht. Also wenn ich meine schlimm, dann lässt es sich vielleicht am besten so Beschreiben:
Alles was ich besaß wog 11 Kg und passte in einen einzigen Rucksack, den ich bei Freunden, bei denen ich einmal übernachten konnte, auf die Waage gestellt habe. Es waren Freunde, die so liebenswert waren, mir die Tür zu öffnen, als ich unverschuldet Obdachlos wurde. Ich hatte wirklich nichts. keinen Pfennig Geld, Aber ich hatte einen Traum:
Über Archäologie zu schreiben.
Aber wie beginnt man, mit einem solchen Traum, wenn man nicht einmal etwas zu Essen hat. An dieser Stufe hätte ich eigentlich gleich aufgeben können. Auch wenn ich jemanden erzählt habe, ich möchte über Archäologie schreiben, wurde ich schief angesehen. „Mädchen mach was handfestes, so wird das nie was mit dir“.
Aber weil mein Herz so sehr für diese Idee schlug, begann ich schließlich sie Umzusetzen. Und zwar genau in dieser Zeit, in der ich ohnehin nicht mehr viel zu verlieren hatte. Aus dem Mut der Verzweiflung heraus. Es war in Bern, als ein Freund mich auf die Idee brachte Straßenkunst zu machen, um mein Geld aufzubessern. Ich jonglierte wie eine Besessene, die nicht jonglieren kann, in den mittelalterlichen Gassen von Bern. Und tatsächlich warf ab und zu jemand ein Paar Rappen in den Hut.
Eine Apothekerin, wollte mich vor ihrem Laden verscheuchen. Als ich ihr sagte, „sobald ich genug Geld zusammen habe, um mir das Bernische Historische Museum anzusehen bin ich hier weg!“ zeigte sie mir einen Vogel und sagte etwas in die Richtung, dass ich Abschaum ja wohl selber nicht glauben würde, dass ich in ein Museum gehen würde.
Ein Kiosk Besitzer war freundlicher. Als ich ihm erzählte, das ich Geld sammeln würde um mir ein Museum anzusehen, ging er in einen Laden, holte einen Kaffee für mich, und warf 2 Franken in meinen Hut. Ich solle aber vorbei kommen und ihm erzählen, wie es gewesen sei. Und das Tat ich auch, als ich 3 Tage später genug Geld zusammen hatte, um den Eintritt zu bezahlen.
Was ich damals getan habe ist: Ich habe an meinem größten Traum festgehalten. In einer Zeit in der ich absolut am Boden war. Und was für mich, in dieser Zeit, in der ich im Regen in Berns Straßen stand und für meinen Traum tagelang Jonglierte, absolut unvorstellbar war: Wie sehr es sich lohnen würde nicht aufzugeben.
Denn es ist nicht nur so, dass ich immer weiter machen konnte mit meiner Leidenschaft und mittlerweile im letzten Jahr vor meinem Masterabschluss stehe, sondern ich habe euch kennen gelernt. Und jeder einzelne von euch Leser*innen ist für mich ein riesen großes Geschenk. Ich sitze oftmals fassungslos vor den Leser*innenzahlen und freue mich so unglaublich, mit euch gesegnet zu sein. Ihr schreibt so verdammt schöne Kommentare und liebe volle Sachen. Ich habe schon vor Freunde geweint, weil ihr mir so unendlich tolle Post geschickt habt und mein E-Mail-Fach ist über und über gefüllt. Ein dickes Entschuldigung deswegen an alle denen ich noch nicht geantwortet habe.
Ich bin euch unendlich Dankbar, dass ihr da seit. Das ist das schönste Geschenk, dass mir das Leben nach dieser schlimmen Zeit hätte machen können. Und ich hoffe euch mit dieser kleinen Geschichte aus meinem Leben etwas für euch mit zu geben.
Haltet an euren Träumen Fest! Sie sind so unendlich Wertvoll!
 
Und wenn ihr jetzt das Erstlingswerk lesen wollt, das ich damals nach dem tagelangen jonglieren in Bern geschrieben habe, dann Klicke hier (auch wenn er mir mittlerweile ein wenig peinlich ist):

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