Die Felsbilder von Huashan – Kunst der uralten Chinesen

In Südwest China, in der Nähe zur vietnamesischen Grenze gibt es eine besondere Felswand. Es handelt sich um die größte Felskunsttafel der Welt. Sie ist über 200 m breit und 40 m hoch. 1819 Figuren, die in roter Farbe gemalt sind, finden auf ihr Platz. Einige der Figuren tragen Schwerter mit Ringgriffen oder Bronzetrommeln. Objekte, die darauf hinweisen, dass diese Bilder etwa 2000 Jahre alt sind. Auf diesem Kunstwerk sind Szenen aus dem Leben der Menschen in der Luoyuekultur dargestellt. Gerade die Abbildungen von Trommeln deuten darauf hin, dass hier Rituale gezeigt werden, oder das die Felswand selber einen rituellen Charakter hatte. Dies wird vor allem daraus geschlossen, dass Trommeln in der chinesischen Kultur immer wieder in Verbindung mit heiligen Zwecken standen.

Zwar beschrieb Li Daoyuan bereits im 5. Jahrhundert dieses Kunstwerk in seinen Reiseberichten, doch die Wissenschaft entdeckte den Standort erst im 20. Jahrhundert. Dies ist angesichts der Größe dieser Felswand hoch erstaunlich. Seit 2017 ist dieses Kunstwerk ein anerkanntes UNESCO Weltkulturerbe. Es ist heute von einer mehreren Hektar großen Schutzfläche umgeben und kann von Touristen besucht werden. Unter Schutz stehen dadurch auch weitere Felskunstwerke, aber auch die umliegende Natur. Huashan, das heißt übersetzt Blumenberg. Der Name kommt von der außerordentlich schönen Landschaft die ihn umgibt.

Literatur:

Bahn, Paul G. Bahn, Faszination Archäologie, München 2001.

http://whc.unesco.org/en/decisions/6797

http://whc.unesco.org/en/list/1508/multiple=1&unique_number=2100

http://whc.unesco.org/en/list/1508/

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