Neue Forschungen zu Wolf und Hund

Heute gab das Max-Plank-Institut neue Forschungsergebnisse zur Domestikationsgeschichte des Hundes bekannt. Es wird davon ausgegangen, dass Mensch und Hund seit rund 35.000 Jahren zusammen leben. Von Vorteil ist dabei, dass Hunde besonders kooperationsfähig sind. Das bedeutet, dass Menschen und Hunde, aber auch Hunde untereinander, besonders gut zusammen arbeiten können. Es gibt also eine Grundlage für eine Kommunikation mit der Handlungen abgestimmt werden können. Bei den aktuellen Untersuchungen wurde nun die Kooperationsfähigkeit von Wölfen mit der von Hunden verglichen. Das sollte zeigen, inwieweit sich das Kooperationsverhalten nach der Domestikation verändert hat.

Zwei Wölfe stehen nebeneinander in einem Wald. Sie haben graubraunes Fell und gelbe Augen

Zwei Grauwölfe stehen beieinander (Foto: Christel)

Das Ergebnis war eine kleine Überraschung. Die Kooperationsfähigkeit von Hunden und von Wölfen unterscheiden sich nicht. Die Wilden verwandten des besten Freundes des Menschen haben damit die gleichen Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit, wie Hunde. Nun gehen die Forscher*innen davon aus, dass diese Fähigkeit bereits in den Tieren veranlagt war, bevor es zu dem Zusammenleben von Menschen und den ersten Wölfen kam. Dass diese Vorfahren der Hunde so gut mit den Menschen kooperieren konnten, ist aber möglicherweise ein Faktor der die erste Domestikation in der Menschheitsgeschichte begünstigte. Das Zusammenleben zwischen Menschen und Wölfen könnte auf der Basis einer gemeinsamen Kommunikation begonnen haben.

Literatur:

https://www.shh.mpg.de/1596556/wolf-dog-cooperation