Der Druselturm in Kassel

In Kassel steht ein Bauwerk in der Stadt, das auffällt. Der Druselturm. Ein Gebäude das an die mittelalterliche Geschichte von Kassel erinnert. Im 1415 errichten die Kasseler hier einen Turm, um ihre Stadtbefestiegung zu verstärken. Aus schriftlichen Dokumenten ist bekannt, dass am gleichen Ort zuvor eine Wassermühle direkt an der Drusel stand, die Druselmühle. So bekommt auch der Turm seinen Namen. Doch es ist kein einfacher Teil der Stadtbefestigung, denn in dem Turm befindet sich ein Gefängnis. Durch ein Loch, das die Kassler Astloch nennen, werden hier im Mittelalter Gefangene in ein Verließ heruntergelassen.

Ein Aus hellen Feldsteinen gemauertert Turm. Der Druselturm ist rund, und hat ein spitzes Dach, das mit schwarzen Schindeln gedeckt ist.

Der Druselturm in Kassel

1552 gerät dann Philipp I. von Hessen selber in den Niederlanden in Gefangenschaft des Kaisers. In seiner Zeit in einer kalten Zelle entwickelt er Mitgefühl mit seinen eigenen Gegangenen. Nach seiner Freilassung lässt er sie Zellen des Verlieses deswegen ausbauen. Philipp I., der als Philipp der Großmütige in die Geschichte eingehen sollte, war dafür verantwortlich, dass die Kerker mit Heizungen ausgestattet wurden. Er war so gesehen ein sehr fortschrittlicher Herrscher seiner Zeit.

Literatur:

Presche, Christian: Kassel im Mittelalter – Zur Stadtendwicklung bis 1367. In: Kasseler Beiträge zur Geschichte und Landeskunde, Band 2/1, Kassel 2013.

https://www.kassel.de/buerger/kunst_und_kultur/sehenswertes/druselturm.php

https://www.hna.de/kassel/relikt-mittelalterlichen-kassel-druselturm-wurde-jahre-5682482.html