Keltische Frau in Zürich entdeckt

Bei Bauarbeiten für eine Schule, kam wurde die Bestattung einer Frau gefunden. Die Frau war in einem kostbaren Baumsarg bestattet und trug außergewöhnlich schönen Schmuck aus Glas und Bernstein. Sie wurde ca. 40 Jahre alt und hat hat vermutlich nie schwere Arbeit verrichten müssen. Die Analyse ihrer Knochen zeigt außerdem, dass sie sich viel von stärkehaltigen Produkten und Süßwaren ernährt hat. Man kann also davon ausgehen, dass es sich um eine reiche Frau gehandelt hat, die auf der Sonnenseite der Zeit vor 2200 Jahren gelebt hat. Die Isotopenspuren in ihren Knochen deuten darauf hin, das sie in direkter Umgebung zu Zürich im Limmtal aufgewachsen ist.

Außergewöhnlich ist auch, das Teile ihrer Kleidung erhalten sind. Das passiert bei Baumsärgen gelegentlich, da diese eine besonders gute Erhaltung der organischen Materialien zulassen. Die Textilreste zeigen, dass die Frau Kleidung aus fein gewebter Schafwolle trug und dazu einen Mantel aus Schaffell. Nur wenige Meter von dieser Bestattung entfernt, wurde bereits 1903 eine ebenso reiche Bestattung eines Mannes gefunden. Vermutlich wurde an dieser Stelle die Oberschicht des Laténezeitlichen Zürichs beigesetzt. Dies macht diese Befunde besonders, denn bislang wurde davon ausgegangen, dass Zürich eine römische Gründung gewesen sei. Eine solcher Bestattungsplatz weist aber darauf hin, dass es hier bereits eine keltische Vorbesiedlung gab.

Literatur:

https://www.smithsonianmag.com/smart-news/iron-age-celtic-woman-was-buried-hollowed-out-tree-trunk-180972773/

https://www.stadt-zuerich.ch/hbd/de/index/ueber_das_departement/medien/medienmitteilungen/2019/juli/190705a.html

https://www.livescience.com/66056-iron-age-celtic-woman-burial.html