Aktivismus in der Archäologie als Chance ist ein Kommentar, den ich verfassen durfte, nachdem mich das Autorenkollektiv vom Forum Kritische Archäologie dazu eingeladen hat. Sie wollten für das Themenheft: Archäologie als Empowerment: Für wen und wie? Einen Beitrag haben, von jemanden der bereits Aktivismus mit Archäologie verbindet. Kennengelernt haben wir uns damals, in einem Projekt, in dem wir uns mit postfaktischer Archäologie beschäftigt haben. Und irgendwann habe ich in unseren Gesprächen dann auch meine Arbeit auf Lampedusa erwähnt. Und so kam es nun zu dieser Einladung, und ich freue mich sehr etwas beisteuern zu können:
https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/40549
Und ja – das mit dem Code Of Conduct meine ich durchaus ernst. Es gibt zwar schon Leitlinien zur Archäologie der Moderne, aber die sehen meines Erachtens nicht ausreichend, die Möglichkeiten der Archäologiegeschichte, und damit ganze Weltbilder zu manipulieren. Und das gilt eigentlich für alle Epochen, die archäologisch erforscht werden. Deshalb hier ein Blick auf politisch manipulierte Geschichte:

Dieses Relief der Azteken, am Templo Mayor wurde mit Öl beschädigt. Die Folge einer radikal christlichen Erzählung, die gläubigen wollen Funde so weihen (Foto: Chaccard (CC BY-SA 4.0)).

Moorleichen – ideologisierende Deutungen haben bei diesen Funden eine lange Geschichte (Bild: Gemeinfrei).

