Mosta und das Bombenwunder

Auf Malta in dem Ort Mosta steht eine etwas größere Kirche. Als die Gemeinde im 17. Jahrhundert immer weiter wächst, wird absehbar, dass der bisherige Kirchenbau der Kleinstadt zu klein werden würde. Man entscheidet sich für einen Neubau. 1833 beginnen die Bauarbeiten, die erst nach 27 Jahren abgeschlossen sind. Gestaltet wurde dieser Sakralbau von George Grognet de Vasse, der versuchte das Gebäude optisch an den Pantheon anzulehnen. Ein massives Gebäude entsteht auf Malta. 9 Meter dicke Wände stützen eine Kuppel mit einem Durchmesser von 37 Metern. Ausmaße bei denen die Kirche sicher nicht so schnell wieder zu klein wird. Immerhin es handelt sich um die drittgrößte Kirchenkuppel der Welt.

Die Kuppelkirche Von Mosta. Ein Bau der vo Vorne den Parthenon nacharmt. Über ihm türmt sich ine Große Kuppel auf. Das Gebäude bestht aus Orange-gelben Sandstein

Die Rotunde von Mosta (Bild: Felix König [CC BY])

Aber nicht nur wegen der überragenden Größe ist die 20.000 Seelengemeinde heute für ihre Kirche bekannt. Eine Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg sorgt hier für Erstaunen. Am 9. April 1942 flog die Deutsche Luftwaffe einen Angriff auf Malta. Während dessen findet in dem riesigen Kuppelbau einen Gottesdienst mit 300 gläubigen Maltesern statt. Schließlich wird dieser Bau getroffen, von einer 500 Kilo Fliegerbombe. Die Bombe durchschlägt das Dach, kracht mitten in den Gottesdienst und bleibt im Steinboden stecken. Sie explodierte nicht. Niemand kam zu Schaden. Dieses Glück nennt man bis heute das Wunder von Mosta. Bis heute ist in der Kirche deswegen eine Kopie dieser Bombe ausgestellt, die die Gläubigen verschont hat. Und selbst wenn man nicht an Wunder glaubt, dann ist es doch ein Anlass zur Freude, dass hier nichts passiert ist.

Anmerkung:

Dieser Beitrag entstand für den Miss Jones Adventskalender 2020. Aufgrund der Corona-Einschränkungen ein Adventskalender, der zum Träumen an Fremde Orte anregen soll. Eine Vorfreude auf die Zeit nach der Pandemie. Ich stelle hier ausschließlich Orte vor, an denen ich selber noch nicht war, wo ich aber gerne einmal hin möchte.

Literatur:

https://www.marcopolo.de/reisefuehrer-tipps/malta/rotunda-santa-marija-assunta-poi-121843131.html

http://www.malta.com/en/attraction/culture/church/mosta-dome

https://www.spottinghistory.com/view/5577/rotunda-of-mosta/

Mosta: Myths and Facts

Ein Gedanke zu „Mosta und das Bombenwunder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.