Aus dem Leben der Wikingerinnen

Als 2017 ein Wikingergrab aus Birka, das bislang als die Bestattung eines ruhmreichen Kriegers angesehen wurde, auf die DNA hin untersucht wurde, stelle sich heraus, es handelte sich um eine Frau. Daraufhin gingen kontroverse Diskusionen los. Aber war das Ergebnis tatsächlich so unerwartet? Wie lebten die Wikingerinnen? In einem Blogartikel kann man dies zwar nur sehr verkürzt thematisieren, aber dennoch lohnt sich ein Blick in diese Gesellschaft:

Wenn man an Frauen in der Wikingergesellschaft denkt, dann darf man dieses Bild nicht vereinheitlichen. Es gab nämlich zum einen nicht die eine Wikingergesellschaft, sondern große Unterschiede in den verschiedenen Regionen in denen Wikinger lebten. Zum andern hatten Frauen ganz unterschiedliche Positionen von der Sklavin bis zur Hausherrin. Es gab also mehr als eine Frauenrolle, vielmehr handelt es sich um eine vielschichtige Gesellschaft. Und doch, es gibt die Vermutung, dass die Frauen vor allem durch Viehhaltung zum Einkommen der Familie beitrugen. Bei einer bäuerlichen Lebensweise ist das einer der wichtigsten Einkommensquellen. Die Gesellschaft war also möglicherweise gleichberechtigter als andere frühmittelalterliche Kulturen. Die Rollenverteilung, die teils an die Geschlechter geknüpft zu sein scheint, war so strukturiert, dass Männer und Frauen gleichberechtigte Anteile daran tragen, wie die gesamte Gruppe überlebt.

Dazu passt das Schlüsselrecht, der Frau, dass sich ab dem 8. Jahrhundert entwickelt hatte. Die Frau hatte demnach das Recht über den Hausstand zu entscheiden und auch z.B. ihren Mann nicht hineinzulassen. Im 10. Jahrhundert gibt es eine Schriftquelle, die davon berichtet, dass eine Wikingerfrau es nicht akzeptieren würde, wenn ihr Vater ihren Ehemann aussucht und das sie in dieser Hinsicht selbstbestimmt sei. Der Schlüssel war dadurch zu mehr als einem Gegenstand geworden. Es handelt sich um ein Symbol, welches eine Frau als Hausherrin auszeichnet und ihre wichtige Rolle in der Familie betont. So war dieser Gegenstand Bestandteil ihres Gürtelgehänges und für jeden war dadurch zu erkennen, diese Frau Chefin eins Haushaltes ist. Da die Haustürschlüssel nach dem Tod einer Frau noch gebraucht wurden, wurden in Gräbern zum Teil Zierschlüssel, die diese Funktion symbolisch übernahmen, beigegeben.

Der kleine Runenstein von Jelling mit Fokus auf die Runeninschrift.

Der kleine Runenstein aus Jelling nennt Tyra in ihrer Funktion als Ehefrau (Foto: National Museum of Denmark (CC BY-SA ) .

Inschriften auf Runensteinen legen zusätzlich nahe, dass der Status einer Person weniger an das Geschlecht, als mehr an Reichtümer gebunden war. Auch der Status innerhalb der Administration der Wikingergesellschaft spielt eine Rolle. Bei dieser sucht man Wikingerfrauen aber vergebens. Die Runensteine zeigen Wikingerfrauen vor allem in Zusammenhang mit ihren Männern, die eine spezielle Position innehatten. Aber auch als diejenigen, die für ihre verstorbenen angehörigen einen Runenstein anfertigen ließen, oder für die Gedenksteine angefertigt wurden. Es zeigt sich aber: eine Frau konnte es durch Heiraten reicher Männer und manchmal sogar auch durch das Heiraten weiter reicher Männer, an Einfluss und Status gewinnen. Der arabische Chronist at Tratuschi berichtete über das Leben der Wikinger. Er besuchte im 10. Jahrhundert Schleswig. Dabei ging er auch auf die Frauen ein. Er schreibt: Das Recht auf Scheidung lag bei den Frauen und das diese sich Scheiden lassen konnten, wann sie wollten. Durch Scheidung, aber auch durch den Tod des Mannes wurden diese mehrfach Heiraten möglich, die Wikingerfrauen großen Reichtum bescheren konnten.

Der rekonstruierte Teil der Wikingerstadt Haithabu von weitem. Einige Holz-Lehm-Häuser sind von weitem auf einer Blumenwiese zu sehen. Sie sind von einer Palisade aus Holz umgeben und mit Schilf gedeckt.

Das Museumsdorf Haithabu, damals ein großer Handesknotenpunkt und eine Großstadt.

Es gibt vielfach Nachweise dafür, dass Männer durch ihre Reisen zu Reichtum und Status gekommen sind. Zum Beispiel, weil sie Handel trieben. Das Wikinger auf Reisen gingen und dabei ihre Frauen alleine zurückließen, ist also möglicherweise Teil der Gesellschaftsstruktur gewesen. Doch das heißt nicht, dass Frauen grundsätzlich nicht mit auf Reisen gekommen sind. Es gibt dafür aber keine Nachweise. Doch die Betrachtung von Bestattungen bei Handelsplätzen, die bei diesen Reisen angesteuert wurden, zeigt ein interessantes Bild: eine statistische Auswertung des Skelettmaterials, dass in Haithabu gefunden wurde zeigt, dass hier mehr Männer als Frauen gefunden wurden. Das Verhältnis lag bei etwa 6:4. Deswegen gibt es die Annahme, dass Haithabu nicht ganz jährlich besiedelt war, sondern das es sich um einen Saisonalen Handelstreffpunkt handelt, an dem überwiegend Männer ohne ihre Familien Geschäfte abwickelten. Dennoch gab es auch hier Frauen, wenn auch weniger.

Die didaktische Installation zur erklärung welche Orte durch die Wikinger in Kontakt standen. Die Internationalen bezieheungen im Frühmittelalter werden mit Schriftzügen dargestellt, die Städtenamen zeigen. Auf dem Bild zu sehen sind weise Plastikbuchstaben, sie gehören zu den Worten Bagdad, Mainz und Bukharest. Ein weiterer Ortsname der auf Gar endet ist abgeschnitten. Zwischen den Ortsnamen sind kleine Erklärungatäfelchen angebracht.

Und das frühmittelalterliche Handlsnetz in das die skandinavische Kutltur eingebunden war, war riesig. Hier eine installation dazu aus Haithabu.

Schaut man in die Überlieferungen von Leo Diakonus, der über die Rus, also die Wikinger aus der Region des heutigen Russland, berichtet, gibt es noch einen anderen interessanten Hinweis. Er schreibt, dass Babys in der Wahrnehmung der Wikinger noch keine Menschen waren. Dass sie ausgesetzt oder geopfert wurden, wenn sie störten, vor allem sollen Mädchen dadurch zu Tode gekommen sein. Es entstand ein Männerüberhang bei den Rus. Generell ist tatsächlich zu beobachten, dass Kleinkinder, welche aus welchen Grund auch immer verstarben, bei den Wikingern sehr selten bestattet wurden. Aber ein weitergehender Männerüberhang ist bei den allermeisten Fundplätzen nicht zu beobachten. Das gilt auch, mit Ausnahme von Haithabu, bei den Handelsplätzen. Beispielsweise Birka und Kaupang wurden auf diese Annahme hin betrachtet.

Die Objekte aus dem Grabinventar einer Frau aus Haithabu. Es handelt sich um zwei schallenfiebeln, eine Spange und unzählbar viele Glasperlen einer Perlenkette.

Grabinventar einer Frau aus Haithabu.

Eine andere Untersuchung, welche sich mit dem Grad der Gleichberechtigung bei den Wikingern beschäftigt hat, untersuchte den Zahnschmelz von menschlichen Überresten der Wikingerzeit. An diesem können sich nämlich Spuren einer Mangelernährung zeigen. Man untersuchte also den Gesundheitszustand der Menschen. Das ergibt Sinn, denn in einigen Kulturen ist es so, dass einem Geschlecht der Zugang zu Nahrung oder bestimmten Lebensmitteln teilweise verwehrt wird, oder aber, das Nahrungsmittel ungleich verteilt werden, entlang der Gesellschaftsstruktur Geschlecht. Dies ist aber bei den Wikingern allem Anschein nach nicht der Fall gewesen. Die Ernährungslage war ausgeglichen. Und das ist auch eine Grundlage dafür, dass die Gesundheit vergleichbar gut war. Zu dieser gehört auch das Größenwachstum der Menschen, die so gegeneinander ein körperlich gesehen ausgeglicheneres Kräfteverhältnis haben. So ein Umstand hat natürlich auch Auswirkungen auf in Gesellschaft, und ihre Lebensrealität.

Dabei sind aber auch Unterschiede innerhalb dieser Gesellschaft zu beobachten. Diese erstrecken sich aber an einer anderen Gesellschaftsstruktur, als dem Geschlecht. Es geht dabei um verschiedene Stände, die sich vor allem im städtischen Leben ausgeprägt haben. Das zeigt sich vor allem als Entwicklung, die sich erst nach und nach in der Wikingerkultur etabliert hat. In Städten gab es, zumindest dem Ernährungsstand nach zu urteilen, zunehmend sehr reiche und auch arme Gruppierungen. Untersucht wurde das anhand der wikingerzeitlichen Bestattungen aus Trondheim und Sigunta, dem heutigen Stockholm. Anderes sah diese Entwicklung auf dem Land aus. Hier blieb ein hoher Ernährungsstand aller erhalten. Es zeigt sich also, die Wikingergesellschaft hatte viele Formen von Strukturierung. Und dazu gehörten auch extrem einflussreiche Frauen. Dazu ein kurzes Beispiel:

Das Osebergschiff so wie es heute Im Museum Steht. Es bsteht aus planken, und hat einen hoch gezogenen Bug, der in einem Kringel endet.

Das Osebergschiff (Foto: Petter Ulleland  (CC BY-SA)).

Ein berühmtes Frauengrab ist das Grab von Oseberg aus dem 9. Jahrhundert. Es wurde vermutlich für die Königin Asa angelegt. Die Bestattung fand in einem Repräsentationsschiff, mit fein gearbeiteten Schnitzereien statt. Eine absolute Luxusbestattung. Dem Schiff wurden die verschiedensten Gebrauchsgüter des täglichen Lebens beigegeben. Von Küchengeräten bis hin zur Schlafzimmerausstattung. Insgesamt wurden in diesem Grab alleine drei Betten entdeckt. Zudem fanden sich Arbeitsgeräte, z.B. vier Webstühle und weitere Gegenstände, die zur Textilherstellung oder Verarbeitung dienten. Aber auch Spaten Mistgabeln und Hacken. Die Funde bestanden vielfach aus Holz, sind aber sehr gut erhalten, aufgrund des feuchten Bodens, in dem dieses Grab gebaut wurde. Auch erhalten, haben sich Gebrauchsspuren an den Objekten. Es scheint so zu sein, dass es sich um die tatsächlichen Habseligkeiten der verstorbenen handelt. Das ganze Grab, sowie das 21 Meter lange Prachtschiff wurde in einem Hügel niederlegt, der über dem Grab aufgeschüttet wurde, dem Oseberg. Auch ein solches Monument zu erschaffen ist ein Kraftaufwand. Es zeigt sich: Es gab sie, die einflussreichen Frauen bei den Wikingern.

Eine Deteilaufnahem vom Bug des Osebergschiffs. Sehr fine schnitzerein sind zu erkennen.

Das Schiff selbst ist kunstvoll gearbeitet, wie zum Beispiel diese Schnitzereien (Foto: Karamell (CC BY-SA)) .

Und gab es denn nun auch Kriegerinnen bei den Wikingern? Es gibt wilde Geschichten über kämpferische Wikingerfrauen und Schildmaiden, doch die Meinung darüber, ob diese Walküren wirklich gab gehen auseinander. In den erhaltenen Mythologien in Zusammenhang mit Krieg, sind Frauen eher als Ursache oder passive Opfer zu finden. Und doch es gibt, sie, die Texte, die nicht nur von weiblichen Kriegern sprechen, sondern auch ihre Namen nennen. Saxo Grammaticus spricht in der Historica Danica zum Beispiel von Lathgertha, die äußerst begabt gewesen sein soll und die Kraft eines Mannes in im Körper einer Frau in sich trug. Bekannt sind z.B. auch Hetha und Visura, die beide bei der Schlacht von Bråvalla an der Seite von Harald Kriegszahn gekämpft haben sollen. Visura starb nach diesen Überlieferungen und Hetha überlebte.

Ein Originalprgament aus dem Frühmittelalter. Es ist ein Ausschnitt aus dn Aufzichnungn von Saxo Grammaticus. Es ist in Rote schmuckvolle Schrift.

Ein Eindruck von einer Originalhandschrift des Saxo Grammaticus (Foto: Dänische Königliche Bibliothek)

Bei den bekannten Texten muss man allerdings immer ein wenig aufpassen. Sie direkt auf die Wikingergesellschaft zu übertragen ist schwierig. Manchmal handelt es sich zum Beispiel um Propaganda, die einen Zweck erfüllte und deswegen die Wirklichkeit verzerrt darstellt. Oder aber es wurde Wissen aufgeschrieben, dass wie bei der Stillen Post erst von einer zur nächsten Person weiter geben wurde. Deswegen muss man Schriftquellen immer ganz genau einordnen und auch die Umstände der Entstehung betrachten. Das gilt gerade für die Beschreibung mythischer Kriegerinnen. Denn, es handelt sich bei der Vorstellung von Walküren, welche durch die Luft reiten konnten, oft um stark erotische Vorstellungen von Frauen. Amazonenhafte Reiterinnen, die in der Regel Odins wünsche erfüllten. Dieses Frauenbild ist also eher eine Vorstellung einer Kultur, in der Gewalt und Krieg als sehr ehrenhaft und erstrebsam gilt. Die Walküren werden dadurch überspitzt gesagt zu einem Sexsymbol.

Geschichten wurden vielfach dazu verwendet den Sittenverfall, in einem heidnischen Gebiet, anzuprangern. Kriegerinnen wurden in diesen Erzählungen zu ewigen Verliererinnen. Die Botschaft dieser Geschichten war, dass das Christentum und das dazugehörige Rollenverständnis die bessere Art zu leben sei. Es stellt sich also die Frage, ob die Geschichte, von den ewig verlierenden Frauen stimmt, oder ob es sich um Fake News des frühen Christentums in Nordeuropa handelt. Und so kommt es zu einem Umstand, der die Betrachtung von Kriegerinnenbestattungen der Wikingerkultur super schwierig macht: Es sind 14 Wikingerkriegerinnen-Bestattungen bekannt, bei denen es sich um Moorleichen handelt. Untersucht und dokumentiert wurden diese von Alfred Diek, einem Hobbyforscher, bei dem posthum bekannt wurde, dass er ca. 1000 von seinen 1800 publizierten Moorleichenfundplätze gefälscht hat. Die Frage, die sich bei diesen Funden also stellt, ist, ob es diese Funde jemals gegeben hat. Vielleicht hat sich an dieser Stelle also nur die Phantasie eines Hobbyforschers verselbstständigt und er lieferte Fälschungen, die sich an diesen alten Geschichten orientiert haben. Das macht genaue Aussagen um so schwieriger, weil es bis heute Fachwissenschaftler*innen gibt, die dennoch auf genau diese Funde, als Beleg für Wikingerkriegerinnen, hinweisen. Es gibt aber auch einige andere Funde von Frauengräbern der Wikingerzeit, die mit Waffen ausgestattet waren, aber diese Fallen sehr viel weniger pompös aus, als die möglicherweise gefälschten Moorleichen.

Eine Frau mit langen blonden Haar in einer Rüstung auf einem braunen Pferd. Die Frau zielt gerade mit Pfeil und Bogen.

Einzeln Frauen übernahmen auch Aufgaben, die eigendlich Männeraufgaben gewesen sind (Foto: © Jens Boeck; Ausschnitt aus der TV-Doku „Mächtige Männer – Ohnmächtige Frauen?“ Neue Fakten aus der Vergangenheit“, die am 12. Juli um 19:30 im ZDF bei Terra X zu sehen sein wird).

Was bleibt sind überlieferte Erzählungen über einzelne Wikingerfrauen, die die Rolle eines Mannes, auch einer Kriegerin einnahmen, wenn es zum Beispiel in der eigenen Familie keine Männer mehr gab. Das lässt sich beobachten an Gräbern, die zum Beispiel in Kaupang gefunden wurden. Denn hier wurden Frauen sowohl mit dem typischen Symbol der Hausverwalterin, dem Schlüssel bestattet, gleichzeitig wurden ihnen aber auch Waffen beigegeben. Deswegen geht man davon aus, dass es sich um Frauen handelt, welche teilweise Aufgaben übernommen haben, die eigentlich Bestandteil der männlichen Geschlechterrolle gewesen sind. In Bjorke wurde sogar eine Frau gefunden, deren Kopf in der Mitte eines Schildes platziert wurde.

Es lässt sich also festhalten, die Frauen der Wikinger waren vermutlich sehr selbstbewusst und sie waren in einigen Bereichen gleichberechtigter, als die Frauen in benachbarten Kulturen dieser Zeit. Es gab auch Frauen, die Männeraufgaben übernahmen und es ist sehr wahrscheinlich, dass es gelegentlich Frauen gab, die sich auch an kriegerischen Aktivitäten als Kämpferinnen beteiligten. Das Grab, dass in Birka per DNA als weiblich bestimmt wurde, ist also keine große Überraschung, aber eine schöne Überraschung. Diese bereichert unseren Blickwinkel auf die Wikingergesellschaft. Es zeigt sich, dass es offenbar einmal eine einflussreiche Wikingerkriegerin gab. Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass diese Gesellschaft viele dieser Kämpferinnen hatte. Nach derzeitigen Forschungsstand kann man also sagen: Es gab sie, die kämpfenden Wikingerinnen, aber nicht häufig.

Literatur:

Jochen Brandt, Mit fremden Federn geschmückt Ein germanischer Adelshof bei Kölln Lkr. Demmi. In: Die Autobahn A20 – Norddeutschlands längste Ausgrabung, Archäologie in Mecklemburg Vorpommern 4, Schwerin 2005.

Torsten Capelle: Die Wikinger, Mainz 1971.

Hildegard Elsner: Wikinger Museum Haithabu: Schaufenster einer frühen Stadt 3. AuflageEs lässt sich also festhalten, die Frauen der Wikinger waren vermutlich sehr selbstbewusst und sie waren in einigen Bereichen gleichberechtigter, als die Frauen in benachbarten Kulturen dieser Zeit. Es gab auch Frauen, die Männeraufgaben übernahmen und es ist sehr wahrscheinlich, dass es gelegentlich Frauen gab, die sich auch an kriegerischen Aktivitäten als Kämpferinnen beteiligten. Das Grab, in per DNA als weiblich bestimmt wurde, ist also keine große Überraschung, aber eine schöne Überraschung. Diese bereichert unseren Blickwinkel auf die . Es zeigt sich, dass es offenbar einmal eine einflussreiche gab. Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass diese Gesellschaft viele dieser Kämpferinnen hatte. Nach derzeitigen Forschungsstand kann man also sagen: Es gab sie, die kämpfenden Wikingerinnen, aber nicht häufig., Neumünster 2004.

Judith Jesch: Women in the Viking Age, Woodbrigde 1991.

Ingrid Peter: Die Wikinger bei den Völkern des Ostens – Frauen und Sklavinnen im Krieg und im Totenkult. In: Schriften zur Kulturgschichte 34, Hamburg 2015.

Claudia Schopphoff, Der Gürtel – Funktion und Symbolik eines Kleidungsstückes in Antike und Mittelalter. In: Pictura & Poetis 27, Wien 2009.

https://uni-tuebingen.de/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/wikingerfrauen-standen-maennern-kaum-nach/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail

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