Die San Franciscokirche in La Paz

Mit 4082m ist keine Metropole höher gelegen als La Paz. Die Andenstadt wurde an gleicher Stelle errichtet, wie die Inkasiedlung Chuquiapu. Diese wurde 1535 von spanischen Eroberern eingenommen. Heute ist La Paz die größte Stadt Boliviens und die architektonischen Spuren dieser kolonialen Epoche sind vielfach verschwunden. Anders ist das bei der San Franciscokirche die am Palaza Murillo, dem Hauptplatz der Stadt, errichtet wurde.

Der Bau der Kirche, die ein Ausdruck der kulturellen westlichen bzw. christlichen Überlegenheit sein sollte, wurde schon wenige Jahrzehnte nach der Eroberung der Inkastadt begonnen. Mehrfach stürzte das Gebäude bei starken Schneefällen ein. Die Fertigstellung gelang erst im 18. Jahrhundert. In der Zwischenzeit begannen sich die Kulturtechniken die hier aufeinander trafen miteinander zu mischen, sodass sich der Barock hier weiter zum Andenbarock weiter entwickelte. Die Fassade ist im Mudejarstil gestaltet. In dieser Gestaltung vermischen sich spanische Kunstelemente mit denen der indigenen Bevölkerung. Die Fassade die wir heute sehen können stammt vmtl. aus den 1770ger oder 1780ger Jahren. Die Schnitzereien wurden von indigenen Handwerkern angefertigt. Diese Architektur ist also ein kulturelles Erbe aller Bolivianer.

Literatur:

Forster, Südamerika – Länder und Völker, Stuttgart 1992.

https://www.welt-erleben.ch/2018/11/18/la-paz/

La Paz : Basílica San Francisco

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