Der reitende Roboter

In den Vereinigten Arabischem Emiraten gibt es eine Tradition, die eng mit den nomadischen Wurzeln der Menschen in dieser Region verbunden ist. Kamelrennen. Diese werden zu Hochzeiten veranstaltet, oder auch zu anderen Anlässen. Ein guter Kameltrainer kann dabei ein Vermögen machen. Bis zu 10 Millionen Euro kosten die schnellsten und berühmtesten Kamele die an diesen Rennen teil nehmen. Zu gewinnen gibt es Luxusvillen und Limosinen. Und ja es gibt Kameldopingkontrollen. Kamelrennen, sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten so wichtig wie anderswo die Formel 1. Doch der Sport hatte lange eine Schattenseite. Bei den Jockeys handelte es sich um Kindersklaven.

Kinder die armen Familien abgekauft wurden, wurden als Jockeys eingesetzt. Eine Form der Sklaverei. Die Vereinigten Arabischen Emirate kamen dadurch in Verruf. Um dieser Kinderquälerei ein Ende zu bereiten, wurde das Mindestalter der Jockeys gesetzlich auf 18 Jahre hoch gesetzt. Aber Erwachsene sind sehr schwer, Und die Kamele laufen langsamer wenn sie mehr tragen müssen. 2004 wurde als Reaktion auf diese Gesetzesänderung der Jockeyroboter entdeckt. Die Maschine wird dem Kamel auf den Rücken geschnallt. Er hält eine Peitsche, die das Tier bis zum Sieg antreibt. Der Trainer bedient die Peitsche mit einer Fernbedienung. In der anderen Hand hält der Roboter die Zügel. Durch diese Erfindung werden keine Kinder mehr gequält um die Tradition der Kamelrennen zu bewahren.

Literatur:

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41106211.html

https://www.welt.de/reise/article795994/Die-Peitsche-schwingt-der-Roboter.html

https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/emirate-roboter-die-neuen-jockeys-bei-kamelrennen-100.html

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