Was uns Nuckelflaschen verraten

Natürlich gab es Mütter und Kinder in der Vor- und Frühgeschichte, sonst gäbe es uns nicht. Aber wie sie gelebt haben, unter welchen Umständen Kinder groß gezogen wurden und was für Babyausstattungsgegenstände überhaupt bekannt waren, dass sind alles relativ neue Fragestellungen der Archäologie. Derzeit wird zu dem Thema Mutter-Kind Beziehung in der Bronze und Eisenzeit in einem Projekt an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften geforscht.

Ein Untersuchungsgegenstand sind dabei diese Babynuckelflachen aus der Bronze- und Eisenzeit Österreichs. Nuckelflaschen werden sowohl im Siedlungskontext als auch in Kindergräbern entdeckt. Durch das Auftreten dieser kleinen Keramik in Kindergräbern, entstand schließlich der Verdacht, dass es sich um Nuckelflaschen handelt. Experimentell-Archäologische Versuche zeigten dann, dass Babys tatsächlich aus diesen Flaschen gefüttert werden können. Die Analyse der Ablagerungen auf der Innenseite der Nuckelflaschen hat gezeigt, dass Babys mit Schafs- Ziegen- und auch Kuhmilch gefüttert wurden. Außerdem wurde ein Brei aus Tierfett in drei Nuckelflaschen entdeckt.

Literatur:

Hunting for molecules in feeding vessels

Sampling prehistoric baby bottles 2.0

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