Archäologie unter Wasser

Nicht nur alte Schiffswracks lauern unter Wasser, manchmal sind es ganze Dörfer. Deswegen gibt es die Unterwasserarchäologie. Eine Arbeit die nicht nur abenteuerlich ist, sondern auch anstrengend ist. Die Fundstücke die Unterwasser liegen müssen gezeichnet und vermessen werden. Dazu verharren die Archäologen und ihre Helfer Tauchend vor dem Denkmal und notieren alles mit Beistiften, weil diese auch unter Wasser schreiben. Selbst wenn die sich noch so verschlickt ist und die Strömung noch so doll.

Vergangenes Jahr war ich bei der DGUF Tagung dazu eingeladen einmal einem Unterwasserarchäologen über die Schulter zu schauen. Er tauchte mit einer Kamera und schickte mit dieser Lifebilder zu uns an Land. Das war nicht nur spannend, sondern hatte einen Grund: Mit dieser Aktion sollte Aufmerksamkeit geschaffen werden, denn das Kulturerbe unter Wasser ist immer wieder in Gefahr. Sporttaucher tauchen zu den spannenden alten Stätten, und nehmen Einzelteile mit, um sie vermeintlich zu retten. Doch in der Regel zerstören sie damit das kulturelle Erbe. zahlreiche Materialien brauchen eine besondere Behandlung, wenn sie lange im Wasser gelegen haben, weil sie sonst zerfallen. Noch wichtiger ist aber: Für eine archäologische Untersuchung, kann jeder für den Laien noch so unwichtige Kieselstein wichtig sein. Um ihn Analysieren zu können, muss er an Ort und Stelle bleiben, da sonst der Gesamtzusammenhang verloren geht. Ein noch größeres Problem, für das Kulturerbe auf der Roseninsel, dass ich besichtigt habe ist: Touristen donnern mit ihren Rennbooten über das Kulturerbe hinweg und zerstören es dabei.

Literatur:

https://www.bgfu.de/

http://www.deguwa.org/?id=28

http://www.unterwasserarchaeologie.de/

Ein Gedanke zu „Archäologie unter Wasser

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