Der Pferdestall mit der besten Aussicht der Welt

Eine römische Ruine, vor einer malerischen Kulisse. Das ist das was die meisten Besucher*innen der einstiegen Villa genießen. Und tatsächlich, ist es einfach wunderschön an den Grotten des Catull. Doch Vorsicht, der Name ist irreführend. Lebte der berühmte Autor doch rund 200 Jahre bevor die Villa auf der Halbinsel Sirmione errichtet wurde. Das Gebäude, stammt in etwa aus der Zeit um 100 n. Chr. und war ein außergewöhnlich reicher Besitz. Die Zimmer, auf der zum See gewandten Seite waren unterkellerte Räumlichkeiten, von denen man eine besonders schöne Aussicht hatte.

Ausblick auf inen Archäologischen Befund von Oben. Es handelt sich um die Ruine eines Großen Gebäudes. Auf der Rückwärtiegen seite Fehlt eine Wand, dadurch wird das Blaue Wasser des Gardases dierkt sichtbar.

Diese Aussicht sehen wir auch heute noch. Doch die Räumlichkeiten sind verschwunden. Einzig der Kelleraufbau ist uns erhalten. Doch wie es oft passiert, wurden die Ruinen der vergangenen Kultur wieder benutzt und umgebaut. In diesem Fall wurden die Mauerreste anscheinend als Pferdestall verwendet. Einige der Unterteilungen, die heute zu sehen sind, stammen aus dieser Zeit. Im Volksmund, wird dieser Bereich der Grotten des Catull deswegen auch als „Pferdehöhle“ bezeichnet. Ein verdammt gruseliger Name für den Pferdestall, der vmtl. die schönste Aussicht auf dieser Welt hatte.

Literatur:

Natalizio Siracusano, La Villa Romana di Sirmione (Grotte di Catullo), Florenz 1969.

Ein Gedanke zu „Der Pferdestall mit der besten Aussicht der Welt

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