Der Verkäufer ist König im Tretbootverleih

Es war am Garadasee. einer dieser herrlichen Spätsommertage, an denen es schon ein wenig nach Herbst riecht, aber der Sommer ist noch klar zu spüren, wenn man an der Luft schnuppert. Kaum Touristen, denn die Ferien waren vorbei und kaum eine Brise, sodass der See ganz glattes durchsichtiges Wasser hatte. In der Ferne sah man einige Vögel. Ein perfekter Tag um Tretboot zu fahren, um so einige Fotos von der Wasserseite aus zu machen.

Ich ging also los zum Tretbootverleih. Ein Holztisch, darauf eine kleine Kasse, und dahinter ein etwas dicklicher Italiener auf einem Plastikklappstuhl, der eifrig telefonierte. Er gab mir per Handzeichen zu verstehen das das Telefon sehr wichtig sei. Er telefonierte und telefonierte. Ich wurde immer ungeduldiger und ungeduldiger. Er telefonierte weiter und tat ungeheuer wichtig. Schließlich legte er auf und fragte mich, was ich denn wollte, in einem Tonfall als ob ich absolut unwichtig wäre und ich mich freuen dürfe wenige Sekunden seiner kostbaren Zeit haben zu dürfen. Er steckte sein Handy in seine Brusttasche und machte einen Fehler. Er steckt es falschrum in seine Brustasche.

Es war deutlich zu erkennen, es war nur eine Handyvorderschale mit dem er so eifrig telefoniert. Die Rückenschale fehlte und sogar der Akku. Ich konnte mir das lachen kaum verkneifen, lieh mir mein Tretboot. Kaum war ich eingestiegen griff er wieder zum Telefon und telefonierte weiter. Mit welchem imaginären Diener auch immer….

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